Man stößt auf ein Gewinnspiel, der Preis klingt gut, und der erste Gedanke ist: Das muss ich gleich weiterleiten. An die beste Freundin, an die Familie, in die WhatsApp-Gruppe. Manchmal folgt direkt die Frage: Können wir beide mitmachen? Oder sogar: Macht es Sinn, wenn wir uns absprechen?
Das ist vollkommen nachvollziehbar. Und die Antwort ist meistens ja – aber mit ein paar Einschränkungen, die sich lohnen zu kennen.
Teilen ist fast immer erlaubt
Ein Gewinnspiel-Link weiterzuschicken ist in aller Regel problemlos. Es gibt keine Regel, die das verbietet – im Gegenteil, viele Veranstalter freuen sich über organische Weiterempfehlungen. Manche bauen das sogar aktiv ein, zum Beispiel durch „Teile diesen Beitrag“-Mechaniken oder Empfehlungslinks.
Wer also ein interessantes Gewinnspiel entdeckt und es in der Familie oder im Freundeskreis teilt, macht nichts falsch.
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Mehrfach-Teilnahmen aus demselben Haushalt
Hier wird es etwas komplizierter. Viele Teilnahmebedingungen schließen mehrfache Teilnahmen pro Haushalt oder pro Person ausdrücklich aus. Das bedeutet: Wenn zwei Personen dieselbe Postadresse haben und beide teilnehmen, kann das zur Disqualifikation führen – auch wenn beide völlig eigenständig teilgenommen haben.
Ob das tatsächlich geprüft wird, hängt stark vom Veranstalter ab. Kleine Instagram-Aktionen prüfen das selten. Größere Gewinnspiele mit hochwertigen Preisen hingegen schauen genauer hin, vor allem wenn es um die finale Gewinnermittlung geht.
Der sichere Weg: die Teilnahmebedingungen kurz überfliegen. Steht dort „eine Teilnahme pro Haushalt“, ist das ernst gemeint. Steht dort nur „eine Teilnahme pro Person“, können zwei Personen aus demselben Haushalt grundsätzlich getrennt teilnehmen – mit eigener E-Mail-Adresse, eigenem Account, eigenem Eintrag.
Was bei Teilnahmebedingungen generell wichtig ist und worauf man achten sollte, erklärt unser Artikel zu Gewinnspiel-Teilnahmebedingungen richtig lesen.
Gemeinsam gewinnen – geht das?
Manchmal entsteht die Idee, sich einen Gewinn aufzuteilen. Zwei Personen nehmen teil, wer gewinnt, teilt den Preis. Das klingt fair – ist aber rechtlich etwas diffus, weil Gewinnspielpreise in der Regel an eine einzelne Person vergeben werden.
Bei Sachpreisen wie einem Fernseher oder einem Gutschein ist das praktisch kaum ein Problem. Bei Reisen kann es komplizierter werden, weil manche Veranstalter festlegen, wer mitreisen darf. Und bei Bargeldpreisen gibt es theoretisch steuerliche Aspekte, die aber im Alltag bei kleineren Beträgen kaum eine Rolle spielen.
Im Grunde ist eine solche Absprache eine private Vereinbarung zwischen zwei Personen – der Veranstalter bekommt davon nichts mit und es verstößt gegen keine Teilnahmebedingung, solange jede Person nur einmal teilnimmt.
Was bei organisierten Gruppen-Teilnahmen zu bedenken ist
Manche Communities organisieren sich gezielt, um Gewinnspiele gemeinsam zu bewerben oder gegenseitig zu liken – vor allem bei Social-Media-Aktionen. Das bewegt sich je nach Format in einer Grauzone.
Gegenseitiges Liken und Folgen ist technisch erlaubt, solange keine Fake-Accounts im Spiel sind. Wenn Veranstalter aber merken, dass Teilnehmer koordiniert vorgehen, kann das zur Disqualifikation führen – besonders bei Aktionen, bei denen die Anzahl der Likes oder Kommentare eine Rolle spielt.
Wer einfach ein Gewinnspiel mit Freunden teilt und jeder für sich eigenständig teilnimmt, ist auf der sicheren Seite. Das ist der normale, unkomplizierte Fall – und der, für den Gewinnspiele eigentlich gedacht sind.
Kurz zusammengefasst
Teilen ist immer in Ordnung. Gemeinsam teilnehmen auch – solange jeder eine eigene Teilnahme einreicht und die Bedingungen das zulassen. Absprachen über geteilte Gewinne sind eine private Sache. Und bei Haushalten gilt: kurz in die Bedingungen schauen, dann ist man auf der sicheren Seite.
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Daniel Berger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Online-Gewinnspielen, digitalen Aktionen und Verbraucherthemen rund um seriöse Teilnahmebedingungen, Datenschutz und typische Gewinnspiel-Fallen. Auf GewinnspielBob analysiert er Gewinnspielportale, erklärt Abläufe verständlich und zeigt, worauf Teilnehmer wirklich achten sollten.