Irgendwann kommt der Moment, in dem man sich denkt: Eigentlich wollte ich nur einmal teilnehmen. Jetzt bekomme ich täglich zwanzig Mails von Leuten, die ich nicht kenne.
Das ist der Moment, in dem die zweite E-Mail-Adresse zur naheliegendsten Lösung wird. Nicht als große technische Maßnahme – sondern als einfache Trennung zwischen dem, was man wirklich lesen will, und dem, was zwangsläufig entsteht, wenn man Formulare ausfüllt.
Warum eine zweite Adresse mehr bringt als Spam-Filter
Spam-Filter sind gut – aber sie lösen das Problem nicht. Die Mails kommen weiter, sie liegen nur woanders. Und gelegentlich landet eine echte Gewinnbenachrichtigung im falschen Ordner, weil der Filter zu aggressiv war.
Eine zweite Adresse trennt von Anfang an. Was dort ankommt, ist erwartbarer Werbepost – und eine mögliche Gewinnbenachrichtigung. Die Hauptadresse bleibt davon unberührt. Kein Filter nötig, kein manuelles Aussortieren.
Der Unterschied klingt klein. Im Alltag ist er groß.
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Option 1 – Kostenloses zweites Konto anlegen
Der einfachste Weg ist ein zweites Konto bei einem kostenlosen Anbieter. Gmail, GMX, Web.de – alle erlauben mehrere Konten pro Person.
Schritt für Schritt:
- Einen neuen Account anlegen – ohne Bezug zum echten Namen
- Kein Wiederherstellungsverfahren mit der Hauptadresse verknüpfen
- Die neue Adresse ausschließlich für Gewinnspiele und ähnliche Anmeldungen nutzen
- Das Postfach auf dem Smartphone einrichten, damit Gewinnbenachrichtigungen nicht untergehen
- Einmal pro Woche kurz prüfen – mehr braucht es nicht
Der Nachteil dieser Lösung: Man weiß nicht, wer die Adresse weitergegeben hat, wenn plötzlich Post von unbekannten Absendern kommt. Alle Mails landen in demselben Postfach.
Option 2 – Alias-Dienst nutzen für mehr Kontrolle
Dienste wie SimpleLogin oder Addy.io gehen einen Schritt weiter. Sie erstellen pro Gewinnspiel oder Anbieter eine eigene Weiterleitungsadresse.
Das sieht dann so aus: Für Gewinnspiel A gibt man gewinne-shopname@meinealias.de an. Für Gewinnspiel B eine andere Adresse. Alle Mails landen trotzdem im eigenen Postfach – aber man sieht sofort, woher sie kommen.
Der entscheidende Vorteil: Wenn plötzlich Spam über eine bestimmte Alias-Adresse kommt, weiß man genau, wer die Daten weitergegeben hat. Und man kann diese Adresse mit einem Klick deaktivieren – ohne die anderen zu beeinflussen.
Schritt für Schritt:
- Kostenlosen Account bei SimpleLogin oder Addy.io anlegen
- Browser-Erweiterung installieren – die schlägt beim Ausfüllen von Formularen automatisch eine neue Alias-Adresse vor
- Pro Gewinnspiel eine eigene Adresse verwenden
- Bei Spam: die betroffene Adresse deaktivieren, fertig
In Foren berichten Nutzer, dass sie durch Alias-Adressen erstmals nachvollziehen konnten, welche Anbieter ihre Daten verkauft haben. Das ist kein Nebeneffekt – das ist echte Transparenz.
Der häufigste Fehler bei der Einrichtung
Die zweite Adresse wird angelegt – und dann vergessen. Das Postfach wird nie geprüft. Eine echte Gewinnbenachrichtigung liegt dort wochenlang ungelesen.
Das ist der einzige echte Nachteil dieser Methode. Er lässt sich leicht vermeiden: Entweder eine Weiterleitung an die Hauptadresse einrichten, oder das zweite Postfach auf dem Smartphone einrichten und einmal wöchentlich öffnen.
Eine kleine Checkliste nach der Einrichtung:
- Ist das Postfach auf dem Smartphone eingerichtet?
- Gibt es eine Erinnerung, das Postfach regelmäßig zu prüfen?
- Ist die neue Adresse nirgendwo mit der Hauptadresse verknüpft?
- Wird die Adresse wirklich nur für Gewinnspiele genutzt?
Was im Alltag wirklich hilft
Wer einmal mit einer separaten Adresse angefangen hat, möchte nie wieder zurück. Das Hauptpostfach bleibt sauber, der Überblick bleibt erhalten, und was mit der Gewinnspiel-Adresse passiert, ist kalkulierbar. SimpleLogin ist dabei die elegantere Lösung – eine Alias-Adresse pro Anbieter, alle Mails an einem Ort, volle Kontrolle darüber, was weiterhin ankommt und was nicht.
Kurzfazit
Eine zweite E-Mail-Adresse für Gewinnspiele ist die einfachste Maßnahme gegen Spam und Datenmissbrauch. Ein kostenloses zweites Konto reicht für den Einstieg. Wer mehr Kontrolle will, nutzt einen Alias-Dienst und sieht sofort, wer die eigenen Daten weitergegeben hat. Der einzige Haken: Das zweite Postfach muss gelegentlich geprüft werden.
Häufige Fragen
Darf ich bei Gewinnspielen eine zweite E-Mail-Adresse angeben? Ja. Es gibt keine Pflicht, die Hauptadresse zu verwenden. Solange die angegebene Adresse erreichbar ist und man auf Gewinnbenachrichtigungen reagieren kann, ist alles in Ordnung.
Was ist der Unterschied zwischen einer zweiten Adresse und einem Alias-Dienst? Eine zweite Adresse ist ein eigenständiges Konto – mit eigener Inbox, eigenem Login. Ein Alias-Dienst erstellt Weiterleitungsadressen, die alle an ein einziges Postfach weiterleiten. Der Alias-Dienst bietet mehr Kontrolle und Transparenz, erfordert aber einen kurzen Einrichtungsschritt.
Kann ich herausfinden, wer meine Daten weitergegeben hat? Mit einem Alias-Dienst ja. Wenn man pro Anbieter eine eigene Adresse verwendet und plötzlich Spam über eine bestimmte Adresse kommt, weiß man genau, wer die Daten weitergegeben hat. Mit einer normalen zweiten Adresse ist das nicht möglich.
Was passiert, wenn ich die zweite Adresse lösche? Alle Anmeldungen, für die diese Adresse verwendet wurde, sind dann nicht mehr erreichbar – inklusive möglicher Gewinnbenachrichtigungen. Vor dem Löschen kurz prüfen, ob noch aktive Teilnahmen laufen.
Wegwerf-E-Mail für Gewinnspiele – So schützt du deine Hauptadresse vor Spam und Datenmissbrauch

Daniel Berger beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Online-Gewinnspielen, digitalen Aktionen und Verbraucherthemen rund um seriöse Teilnahmebedingungen, Datenschutz und typische Gewinnspiel-Fallen. Auf GewinnspielBob analysiert er Gewinnspielportale, erklärt Abläufe verständlich und zeigt, worauf Teilnehmer wirklich achten sollten.